Unsere Schmökertipps |
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Sigrid Zeevaert: Geheim, geheim
Die Aachener Autorin Sigrid Zeevaert hat nach "Keine Angst vor frechen Mädchen" ihren zweiten Band über Leo und die Familie Wackermann vorgelegt.
In der Familie Wackermann gibt es nur zwei Männer: Den Vater und das jüngste Kind - ein Baby... Den vier Töchtern geht der Gast Leo am liebsten aus dem Weg und vertreibt sich die Zeit lieber mit Franz im Keller, um ein Piratenschiff zu bauen. Ungewollt belauscht er ein Gespräch zwischen den Schwestern und erfährt so von einem Geheimversteck und einem passenden Schlüssel. Es interessiert ihn natürlich eigentlich gar nicht, aber ein bisschen forschen muss er doch. Als er den Schlüssel findet und die geheime Tür entdeckt, wird er von den Mädchen überrascht - glimpflich davon kommt er jetzt nur, wenn er drei Mutproben besteht...
Vergnüglich greift Sigrid Zeevaert das alte Mädchen-Jungen-Problem auf und findet einen schönen Kompromiss, der aber nicht verraten wird!
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Thienemann Verlag, 88 Seiten, 8,95€
Ab 8 Jahren zum Selberlesen, ab 6 zum Vorlesen
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Eoin Colfer: Tim und das Geheimnis von Knolle Murphy
Tim und sein Bruder Marty sind die Ältesten von fünf Brüdern. Ständig gibt es Streit und Radau, aber weil die Kleinen so süß und unschuldig sind, bekommen immer nur Tim und Marty die Strafen ab: Diesmal verdonnern die Eltern sie dazu, in den Sommerferien Nachmittage in der Bibliothek zu verbringen - dabei ist es da nicht nur langweilig, sondern auch sehr gefährlich! Denn die Bibliothekarin, Mrs. Murphy, war einmal bei der Armee und hat ein Gewehr unter ihrem Pult, das mit Knollen schießt.
Einmal in der Bibliothek angekommen, gibt es auch genug Gründe, sich vor Knolle Murphy, ihren Stempelweitwurfkünsten und ihren Adleraugen zu fürchten - nicht zuletzt deswegen, weil die beiden Brüder den Unfug einfach nicht lassen können.
Aber dann, auf der Suche nach neuen Büchern, wagt Tim etwas, das sicher nur eine Folge haben kann: Die Bestrafung mit der Knollenkanone! Oder?
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Beltz & Gelberg, 98 Seiten, 9,90€
Eoin Colfer, der Erfinder von Artemis Fowl, legt hier ein (irr)witziges Buch für Kinder ab 8 Jahren vor. Illustriert ist es von Tony Ross, dessen rasante Bilder auch für Büchermuffel (wie Tim und Marty) Lesespaß garantieren!
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John Burningham: Was ist dir lieber...
Was ist dir lieber? Dass ein Elefant dein Badewasser austrinkt, ein Vogel dein Mittagessen stiehlt, ein Schwein deine Kleider anzieht oder ein Nilpferd in deinem Bett schläft? Möchtest du vielleicht mit einem alten Mann frech sein? Oder lieber mit den Zwergen nach Schätzen suchen? Zum Mittagessen lieber Spinnenschnitzel essen oder Schlangensaft trinken?
Viele aberwitzige Fragen werden in diesem Bilderbuch gestellt, das schon 1980 den deutschen Bilderbuchpreis erhielt und jetzt in einer Neuausgabe bei Sauerländer erscheint. Fragen, die Kinder kichernd und sich gruselnd beantworten können, um dann auf der letzten Seite festzustellen: Am besten ist es doch, sich ins eigene Bett zu kuscheln.
Ein verrückt-sympathisches Bilderbuch, das auf noch verrücktere Antworten wartet!
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Sauerländer, 13,90€ ab 4 Jahren
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Catherine Clément: Theos zweite Reise, Roman über die Rettung der Erde theo
Theo ist schon einmal gereist - vor sieben Jahren hat er mit Tante Marthe eine Reise um die Erde angetreten, zu Priestern und weisen Frauen, zu Scheichen und Gurus. Er, der leukämiekranke Junge, war am Schluss geheilt - und der Leser um einiges weiser, was die Religionen der Erde angeht.
Jetzt reist Theo wieder - er ist Mitte 20 und diesmal ist es Tante Marthe, der es nicht gut geht. Er, der Medizinstudent, nutzt die Gelegenheit, um Dokumentationen für seine Bewerbungsmappe zu schreiben - am schrumpfenden Aralsee, am schmutzigen und heiligen Ganges, bei den Pygmäen in den letzten Wäldern Kameruns, im Atomkraftwerk in Frankreich und bei den Inuit in Kanada. Immer wieder muss er sehen, dass das Schicksal der Menschen mit dem Schicksal der Erde eng verwoben ist, dass es ein empfindliches Gleichgewicht ist, das mühsam wieder hergestellt werden muss - doch wo anfangen?
Von Kapitel zu Kapitel nehmen wir teil an den Konflikten zwischen Marthe, der Menschenfreundin und Theo, dem Umweltschützer, an ihren Einsichten und ihrem Mut, etwas verändern zu wollen.
Und am Schluss stimmen wir Theo zu: Der Mensch ist ein Lebewesen. Unter vielen.
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Hanser, 357 Seiten, 17,90 €, ab 16 Jahren
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E.W. Heine: Papavera - Der Ring des Kreuzritters papavera
Veronika, wegen ihrer Klatschmohnhaare von allen Papavera genannt, muss das Gut ihres Vaters leiten, seit ihr Vater sich den Kreuzrittern nach Jerusalem angeschlossen hat. Doch als der Nachbar Intrigen gegen die junge Gutsherrin spinnt, deren einziger Ausweg die Heirat mit ihm ist, bricht Papavera auf - dem verschollenen Vater nach ins Heilige Land, ein goldener Ring, zu groß für einen normalen Finger, ist ihr einziger Hinweis. Auf dem Weg zwischen Okzident und Orient begegnet sie einem entlaufenen Zwerg in den Alpen, dem jungen Juden David im vom Dogen beherrschten Venedig und Friedrich, dem Kaiser, in Jerusalem.
Aber wird sie auch ihren Vater finden, von dem sie immer wieder sowohl Sarazenen als auch Kreuzritter erzählen hört?
Ein intelligent erzählter historischer Roman über Selbstvertrauen und Selbstverständnis und über den Dialog zwischen zwei Kulturen - dazu mit einer Auflösung, die einen überrascht das erste Kapitel noch einmal mit anderen Augen lesen lässt...
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cbj, 384 Seiten, 15,90 €, ab 12 Jahren
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Benoît Reiss / Alexis Tjoyas: Schöpfungsgeschichten der Welt
Wer hat die Erde geschaffen? War es der Rabe, wie die Inuit es erzählen? War es die Federschlange, wie man in Mexiko sagte? Oder ist die Welt aus einem Traum entstanden, wie es in den Märchen der Aborigines heißt?
26 Geschichten sind in dem prächtig illustrierten Band versammelt, in dem der afrikanischstämmige Illustrator die Stile der einzelnen Kulturen nachempfindet.
Ein Fundus an Sagen und Mythen der unterschiedlichsten Völker, der Kinder, aber wohl vor allen Dingen Erwachsene zu fesseln vermag.
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Patmos, 175 Seiten, 19,90€, für Kinder und Erwachsene
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Antonia Michaelis: Tigermond
In Indien gibt es beunruhigende Geschichten mit beunruhigenden Göttern mit einer beunruhigenden Anzahl von Armen. Eine davon erzählt Raka dem Jungen Lalit, während sie darauf wartet, dass ihr Ehemann sie umbringt, wenn er seine Grippe überwunden hat.
In ihrer Geschichte sucht der Gott Krishna einen Helden - einen, der seine gefangene Tochter befreien kann und auf dem Rücken eines heiligen weißen Tigers durch Indien reiten wird. Einen Helden findet er nicht - nur einen jungen Dieb, der Hals über Kopf in ein märchenhaftes Abenteuer stolpert, verfolgt von einem Franzosen, der ein Engländer ist, der sich als Pole verkleidet...
Mehr darf auch schon nicht verraten werden, denn "Tigermond" schwelgt in orientalischen Geschichten, in indischen Eigenheiten und märchenhaften Wendungen und muss gelesen werden!
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Loewe, 364 Seiten, 16,90 €, ab 14 Jahren
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Heather Dyer: Nixen in Zimmer 11
Toby lebt schon sein ganzes Leben lang in einem Hotel - das klingt erst einmal gar nicht so schlecht, aber Toby kennt seine Eltern nicht und hat nur einen Schlafanzug zum Anziehen. Als er eines Tages auf der Suche nach der Kochmütze der Köchin unter den Pier klettert, begegnet ihm dort eine Nixenfamilie, der es furchtbar langweilig ist.
Kurzerhand quartiert Toby sie im Hotel ein, als gutbetuchte Rollstuhlfahrer mit Wolldecken über den Beinen. Doch die Nixen haben keinerlei Manieren und entzücken zwar die Gäste und Toby, nicht aber den garstigen Hotelbesitzer Mr Harris...
Eine witzige und sehr englische Geschichte, die sich im Gegensatz zu den meisten Nixengeschichten vornehmlich an Jungen richtet.
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Bloomsbury, 139 Seiten, 12,90 €, zum Selberlesen ab 8, zum Vorlesen ab 6
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Cressida Cowell: Drachensprache leicht gelernt
Hicks der Hartnäckige ist ein Wikingerjunge, der in den Büchern "Drachenzähmen leicht gemacht" und "Seeräubern leicht gemacht" bereits viele skurrile Abenteuer erlebte.
In seinem neuesten "Handbuch für Wikinger" wird erzählt, wie Hicks und sein Drache Zahnlos von Römern entführt werden. Zunächst ist die Not groß, doch dann stellt sich heraus, dass auch die Römer ein Problem haben: Sie wollen Drachen fangen, doch sie können die Drachensprache nicht, was das Zähmen zu einer unangenehmen und schmerzhaften Angelegenheit werden lässt.
Es gibt nur einen, der die Drachensprache beherrscht und das Buch "Drachensprache leicht gelernt" besitzt - und das ist Hicks.
Das witzig illustrierte Buch begeistert auch Lesemuffel und entführt in eine wunderbar verrückte Wikingerwelt, die alles andere als historisch korrekt ist - und gerade deshalb so viel Spaß macht!
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Arena, 236 Seiten, 10,50 €, ab 9 Jahren
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Daniela Drescher: Im Land der Nixen
In ihrem neusten Bilderbuch erzählt Daniela Drescher in eingängigen Versen von Nixen und Wasserwesen, von Libellen und Fröschen und dem Lauf der Jahreszeiten.
Dabei besticht sie vor allen Dingen durch ihre zarte farbenfrohe und zugleich sehr realistische Darstellung von Tieren und Pflanzen - und ihren kleinen Hauptpersonen, den Nixen, natürlich.
Da schöpfen Feen Quellwasser, beobachtet von einer Wasseramsel, da träumen Nixen von reich beladenen Schiffen, die am Meeresgrund liegen, da fragt sich ein Wasserelf, ob er lieber Elf oder Libelle wäre und schließlich laufen Uferzwerg und Wasserfee Schlittschuh auf dem Eis.
Für Freunde von Natur-Romantik und Fans von Daniela Drescher, ob Groß oder Klein, ein wunderschönes Bilderbuch zum Frühlingserwachen.
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Urachhaus, 9,90 €, ab 3 Jahren
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